Geodaten-Apps stärken IKT-Region Berlin-Brandenburg
- Preisträger im GeolApps-Wettbewerb ausgezeichnet -

Ein persönlicher Guide für Outdoor-Aktivitäten der Firma Komoot und eine Plattform für die Administration landwirtschaftlicher Betriebe der Firma Maschinendirigent sind die Gold-Preisträger des Wettbewerbs „GeolApps“. Gesucht worden war in diesem Wettbewerb nach Applikationen für mobile Geräte („Apps“), die öffentlich-rechtliche, kommerzielle und freie Geodaten in kommerziellen Anwendungen nutzen. Die Gold-Preise sind mit jeweils 15.000 Euro dotiert. Die Silber-Preise, jeweils mit 8.000 Euro dotiert, gehen an einen Marktplatz für ortsbasierte Audioguides der Firma Yopegu sowie an das Unternehmen DropSpot, das Informationen und Benachrichtigungen auf dem Mobilgerät zu Orten anbietet, an denen man sich gerade befindet.

Das Ministerium für Wirtschaft und Europaangelegenheiten des Landes Brandenburg und die Berliner Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Forschung hatten die Preisgelder für den Wettbewerb zur Verfügung gestellt, um das Handlungsfeld „Geoinformation/Mobile Anwendungen“ im gemeinsamen Cluster Informationstechnologie/Medien/Kreativwirtschaft zu fördern.

Wirtschafts- und Europaminister Ralf Christoffers: „Ziel des Wettbewerbs war es, junge Unternehmen und Nachwuchsentwickler anzuspornen, ortsbezogene und mobile Anwendungen zu entwickeln - zur weiteren Stärkung der IKT-Region Berlin-Brandenburg. Wir freuen uns sehr, dass der Wettbewerb sehr gute Ergebnisse gebracht und damit auch einen Impuls für weitere Projekte aus dem Cluster-Handlungsfeld ,Mobile Anwendungen/Geoinformation‘ gegeben hat.“

Wirtschaftssenatorin Cornelia Yzer „Der Wettbewerb ist ein wichtiger Beitrag zur Berliner Open-Data-Initiative der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Forschung. Geodaten haben zudem großes wirtschaftliches Potenzial für Start-ups und junge Unternehmen in ganz neuen Geschäftsfeldern. Den Siegern ist es hervorragend gelungen, die Daten zu nutzen und in überzeugende Anwendungen umzusetzen.“

Unterstützt wurde der Wettbewerb auch von der Kommission für Geoinformationswirtschaft, den Vermessungsverwaltungen und den Wirtschaftsfördergesellschaften der Länder Berlin und Brandenburg. Im Rahmen des Wettbewerbs konnten neben freien Geodaten auch die öffentlich-rechtlichen Geodaten über die Geodateninfrastrukturen beider Länder frei genutzt werden.

Peter Borchert (Telekom hub:raum) sagte nach der Jurysitzung: “Ortsbezogene Anwendungen gewinnen immer mehr an Bedeutung, das zeigen das hochklassige Teilnehmerfeld und speziell die vier großartigen Gewinner." Prof. Dr. Roland Wagner (Beuth Hochschule, Leitung der Jury) fügte hinzu: „Die Region Berlin-Brandenburg ist bereits heute weltweit als ein Cluster der GeoIT bekannt. Daher gilt es dies zu nutzen und weiter auszubauen. Neben der heutigen Assistenz-Navigation wird das autonom-fahrende Auto weitaus mehr Geodaten nutzen und produzieren“.

Der Wettbewerb ist in der Branche auf ein lebhaftes Echo gestoßen. Auf Grund der vielen innovativen Einreichungen wurden neben den Hauptpreisen auch insgesamt vier Kategoriepreise vergeben, die jeweils mit 1.000 Euro dotiert sind. Um den wissenschaftlichen Nachwuchs in der Region Berlin-Brandenburg zu fördern, werden zwei Preise der Kategorie „Beste studentische Arbeit“ vergeben für eine EchtZeitLärmKarteBerlin (eine Karten-Visualisierung von Lärmdaten, die von Nutzern gemessen und aufgezeichnet werden) und für SONA von Henning Hollburg, eine Wege-Analyse unter Berücksichtigung unterschiedlicher Transportmittel. Der Kategoriepreis für die kreativste Anwendung geht an Target Earth von halfreal games , ein Spiel mit Bezug zu geographischen Orten, das auf dem Smartphone gespielt wird. Der Kategoriepreis für die beste technische Anwendung wurde an ARGeo von Ulf Kreuziger vergeben, eine Augmented Reality Anwendung für GeoDaten.

Die Jury bestand aus Vertretern der Datenanbieter Skobbler und HERE (vormals Nokia Location & Commerce), des Landesbetriebs Landesvermessung und Geobasisinformation Brandenburg, der Senatsverwaltungen für Wirtschaft, Technologie und Forschung sowie für Stadtentwicklung und Umwelt des Landes Berlin, des brandenburgischen Ministeriums für Wirtschaft und Europaangelegenheiten, der Wirtschafts- und Innovationsförderungseinrichtungen der beiden Länder,des Inkubators hub:raum sowie der Beuth Hochschule.

Die Gewinner wurden am 21. Juni 2013 beim „WhereCamp 2013“ in der Beuth Hochschule ausgezeichnet. Nähere Infos dazu unter: www.wherecamp.de


Jurymitglieder: